KI-Suche wird für viele Nutzer zum Alltag. ChatGPT, Perplexity, Claude, Gemini und weitere Assistenten beantworten Fragen, für die früher eine Google-Suche nötig war - auch bei Kaufentscheidungen. Für Unternehmen stellt sich damit eine neue Frage: Was sagen diese Systeme über uns, und wen nennen sie stattdessen?
Immer mehr Nutzer fragen KI-Assistenten wie ChatGPT, Perplexity oder Gemini, statt sich durch Suchergebnisse zu klicken. Gartner prognostizierte im Februar 2024, dass das Suchvolumen klassischer Suchmaschinen bis 2026 um 25 Prozent sinken könnte, weil Nutzer zu KI-Assistenten wechseln. Ob diese Prognose genau so eintritt, ist offen - die Richtung ist aber deutlich. Wer nur auf Google-SEO setzt, lässt einen wachsenden Kanal unbeobachtet. Die Antwort: Parallel zu SEO auch GEO (Generative Engine Optimization) aufbauen.
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KI-Systeme brauchen maschinenlesbare Informationen. Schema.org-Markup, korrekte Metadaten und klar strukturierte Inhalte machen es ihnen leichter, Ihr Unternehmen und Ihr Angebot richtig einzuordnen. Fehlen diese Daten, muss das System Ihre Website interpretieren - mit dem Risiko von Lücken oder Fehlern. Beconova erstellt diese strukturierten Daten automatisch; ob ein System Sie nennt, entscheidet weiterhin der jeweilige Anbieter.
SEO-Rankings tracken alle. KI-Citations tracken die wenigsten - noch. 2026 wird das Monitoring von KI-Erwähnungen genauso selbstverständlich wie Google-Analytics. Die Fragen dahinter: Welche Produkte empfiehlt ChatGPT? Werden Wettbewerber bevorzugt? Wo fehlen Daten? Beconova trackt diese Citations über planaktivierte KI-Provider.
Drei Entwicklungen prägen das Bild. Erstens zeigen klassische Suchmaschinen selbst KI-Zusammenfassungen über den Ergebnissen an, etwa Google mit AI Overviews. Viele Fragen werden damit beantwortet, bevor ein Nutzer auf ein Ergebnis klickt. Zweitens haben KI-Assistenten eine eigene Websuche: ChatGPT, Perplexity und andere rufen bei Bedarf aktuelle Seiten ab und verlinken Quellen. Drittens verschiebt sich die Art der Anfrage - statt kurzer Stichworte stellen Nutzer ganze Fragen mit Kontext, zum Beispiel "Welche Buchhaltungssoftware eignet sich für einen Handwerksbetrieb mit drei Mitarbeitern?". Inhalte, die genau solche Fragen konkret beantworten, sind dafür besser geeignet als allgemeine Werbetexte.
Eine pragmatische Reihenfolge: 1. Technische Zugänglichkeit - werden KI-Crawler durch robots.txt, Firewall oder CDN blockiert? 2. Indexierung - sind Ihre wichtigsten Seiten bei Google und Bing überhaupt indexiert? Die Berichte in Google Search Console und Bing Webmaster Tools zeigen es. 3. Klarheit - beantwortet jede wichtige Seite im ersten Absatz, was Sie anbieten und für wen? 4. Strukturierte Daten - sind Organisation, Leistungen oder Produkte und häufige Fragen als Schema.org ausgezeichnet? 5. Konsistenz - stimmen Unternehmensdaten auf Website, Profilen und in Verzeichnissen überein? 6. Messung - prüfen Sie mit einem festen Fragenkatalog, ob und wie KI-Systeme Sie nennen.
GEO verbessert die Voraussetzungen, damit KI-Systeme Ihr Unternehmen finden, richtig verstehen und als Quelle nutzen können. Es kann aber keine Nennung erzwingen: Welche Anbieter in einer Antwort erscheinen, entscheiden die Systeme anhand vieler Faktoren, darunter Relevanz, Vertrauen und Quellenlage, die Sie nur teilweise beeinflussen. Seien Sie deshalb skeptisch bei Angeboten, die garantierte Platzierungen in ChatGPT versprechen. Seriöse Arbeit an KI-Sichtbarkeit besteht aus technischer Basis, guten Inhalten, Präsenz in relevanten Drittquellen und regelmäßiger Messung - und braucht, ähnlich wie SEO, einige Zeit.
KI-Sichtbarkeit ist kein Experiment mehr. Unternehmen, die ihre Daten jetzt strukturieren, prüfen und messen, schaffen bessere Voraussetzungen dafür, von KI-Systemen korrekt verstanden und genannt zu werden.
GEO Score kostenlos prüfenMarvin Malessa
Gründer, Beconova
Gründete Beconova 2025 in Deutschland, um Shops und Dienstleistern den Weg in KI-Suchmaschinen zu öffnen. Schreibt über GEO, KI-Sichtbarkeit und die Zukunft der Suche.
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